Aufbau von Laminatböden und Qualitätsmerkmale

Neuer BodenbelagLaminat gehört zu jenen Bodenbelägen, die häufig verlegt werden. Sie finden ihren Anwendungsbereich in allen Räumen eines Hauses oder einer Wohnung. Sogar in Feuchträumen kann heute bereits Laminat gelegt werden. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung gibt es seit einiger Zeit nicht nur Laminatböden mit Holzdekor. Auch Steindekor oder fantasievolle bunte Drucke sind in der großen Auswahl der verschiedenen Designs zu finden.

Aufbau von Laminat

Es gibt unterschiedliche Herstellungsverfahren von Laminat. Grundsätzlich fallen alle Bodenbeläge, die einen schichtweisen Aufbau unter Verwendung von Bindemitteln aufweisen, in die Kategorie Laminat.

Laminat weist als oberste Schicht eine Deckschicht auf, die in vielen Fällen aus Melaminharz besteht. Diese Deckschicht ist langlebig und ausgesprochen strapazierfähig. Unterhalb der Deckschicht aus Melamin befindet sich jene Schicht, die für die Optik des Bodenbelags verantwortlich ist. Diese Schicht wird aus speziellem Dekopapier gefertigt und kann unterschiedlichste Dekore aufweisen. Unterhalb der Dekorschicht befindet sich die sogenannte Trägerschicht. Sie ist für die Formstabilität und Druckfestigkeit des Laminats verantwortlich. Diese Trägerschicht kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Häufig werden jedoch HDF-Platten oder Sperrholzplatten verwendet. Auf der Trägerplatte befinden sich auch die zur Verlegung benötigten Nut- und Federprofile. Die Unterseite wird vom sogenannten Gegenzug gebildet. Dieser Gegenzug verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und besteht häufig wie die oberste Schicht aus Melaminharz.

Qualitätsmerkmale von Laminat

Aufbau von LaminatEs gibt zwar keine gesetzliche Regelung, durch die die Qualitäten von Laminat gekennzeichnet werden. Um dem Konsumenten Richtlinien für die Kaufentscheidung geben zu können, arbeitete der Verband der Europäischen Laminathersteller, der EPLF, eine spezielle Norm aus. Diese Norm, die unter der Bezeichnung DIN EN 13329 zu finden ist, enthält wichtige Kriterien, denen ein qualitativ hochwertiger Laminatboden entsprechen muss.

Die DIN EN 13329 regelt Qualitätsmerkmale wie beispielsweise UV-Lichtbeständigkeit oder die Unempfindlichkeit gegenüber Flecken oder Zigarettenglut. In den Beanspruchungsklassen der DIN EN 13329 werden Druckfestigkeit oder auch die Empfindlichkeit auf Stuhlrollen definiert. Weitere Kriterien, die in dieser DIN definiert werden, sind Kantengradheit, Eignung für die Verlegung über Fußbodenheizungen und Verschiedenes mehr.

Durch diese Normierungen erhält der Käufer zusätzlich zur Beratung durch Fachverkäufer nicht nur eine Vergleichsmöglichkeit, sondern auch den Boden, der seinen Ansprüchen gerecht wird und

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