Das Zuhause energieeffizient gestalten!

Steigende Strompreise sorgen in deutschen Haushalten schon lange für Ärger, gerade Familien mit mehreren Kindern müssen im Monat mit Stromkosten im dreistelligen Bereich rechnen. Gerade wegen der hohen Energiekosten sollten Verbraucher über ihr Nutzungsverhalten nachdenken um langfristig Strom zu sparen. Nicht nur der Kostenaspekt spricht dafür, dass Zuhause energieeffizienter zu bewohnen, auch der Umwelt kommt das Strom Sparen zu gute.

Spülmaschine, Staubsauger, Kühlschrank: hier lohnt sich ein Wechsel

SolarzellenVor allem bei den Großgeräten kann man als Verbraucher viel Strom sparen. Durch eine Neuinvestition kann die Energiebilanz schnell aufgebessert werden, hier lohnt es sich langfristig in ein neues Gerät zu investieren, dass der höchsten Energieeffizienzklasse zugeordnet werden kann. Beim Verbrauchstest kann sich der Nutzer leider nicht immer auf die Herstellerangaben verlassen, denn diese können auf legalem Weg tricksen und den Kühlschrank bei einer geringen Raumtemperatur laufen lassen. Aus diesem Grund sollte immer ein objektiver Vergleich herangezogen werden, bei dem tatsächlich mehrere Modelle hinsichtlich ihres Verbrauchs miteinander verglichen werden. Investitionen lohnen sich vor allem im Bereich der Kühltechnik, Kühlschrank und Gefriertruhe zählen zu den Geräten mit dem höchsten Energieverbrauch. Um den Haushalt von den steigenden Strompreisen unabhängig zu machen, sollten Haushalte nach ihren finanziellen Möglichkeiten eine Investition in eine Solar- oder Biogasanlage überdenken. Der Haushalt kann somit energieeffizienter und unabhängig von der Strompreisentwicklung geführt werden. Hausbesitzer die Biogas- oder Solaranlagen nutzen können Strom eigenständig erzeugen und diesen Nutzen. Sehr häufig amortisiert sich eine Investition schon nach etwa 10 Jahren. Gerade vor dem Hausbau lohnt es sich über entsprechende Anlagen nachzudenken und ggf. weitere energieeffiziente Baumaßnahmen zu nutzen. Energiesparhäuser liegen voll im Trend und aufgrund der fortschrittlichen Technik sind auch hier günstige Häuser verfügbar.

So lässt sich Strom sparen - Tipps um das Zuhause energieeffizienter zu gestalten

Im Büro kann der Verbraucher viel Geld sparen. Hier befinden sich mit PC, Drucker, Scanner, Router und Telefon sehr viele elektronische Geräte. In den privaten Haushalten liegt das Arbeitszimmer mit seinem Stromverbrauch von durchschnittlich ca. 13% an der Spitze des Stromverbrauchs. Wer im Arbeitszimmer Strom sparen will, sollte sicher stellen das die Geräte immer ausgeschaltet sind. Durch den Kippschalter an der Sammelsteckdose kann die Stromzufuhr unterbunden werden oder noch besser: Stecker ziehen. Wer Elektrogeräte im "Leerlauf" hat muss sich darauf einstellen, dass diese auch weiterhin Strom beziehe, dies gilt zum Beispiel bei den Netzteilen von Handys und Laptops. Auch das Internet muss nicht 24 Stunden verfügbar sein. Wer den Router abends ausstellt und morgens früh wieder einschaltet, kann morgens ohne längere Wartezeiten nach dem Einstecken wieder das Internet uneingeschränkt nutzen. "Energiefresser" finden sich im TV- und Audio-Bereich ebenfalls wieder. Der Stromverbrauch der Unterhaltungsmedien ist sehr hoch, wer Fernsehen und Stereoanlage, zum Beispiel in Form von einem Heimkinosystem nutzt, muss mit besonders hohen Stromkosten rechnen. Schon bei der Anschaffung von Fernseher und Co. sollte auf den Stromverbrauch geachtet werden, gerade beim neuerfundenen Statussymbol des Deutschen -dem Flachbildfernseher- können hohe Energiesparpotenziale aufgedeckt werden. Seit Ende 2011 sind auch für TV-Geräte Energielabels verpflichtend eingeführt worden, welche den Verbraucher vor einem hohen Energieverbrauch warnen sollen. Auch in der TV-Ecke im heimischen Wohnzimmer gilt: Stecker ziehen. Strom sparen lässt sich auch am Kühlschrank. Wenn Kühlschrank und Gefrierteil auf Hochtouren laufen, dann "explodiert" die Stromrechnung. Im deutschen Privathaushalt werden mit dem Kühlschrank durchschnittlich 10% der Gesamtenergie verbraucht. Hier hilft es die Temperatur etwas zurückzustellen und auf die Sortierung der Lebensmittel zu achten, denn jeder Kühlschrank hat unterschiedlich Kältezonen.

"Festtagsbeleuchtung" vermeiden und Strom sparen

Bild: Vergleich Glühbirne und LED LampeMit ebenfalls durchschnittlich 10% des Stromverbrauches muss die Beleuchtung der Räumlichkeiten gut überdacht werden. Durch das Abschaffen der traditionellen Glühbirne und die Einführung der Halogen- und LED-Leuchten wurden die Verbraucher quasi zum Stromsparen gezwungen. Dennoch sollten Verbraucher auf eine "Festtagsbeleuchtung" verzichten, gerade dann, wenn sie Räumlichkeiten nicht nutzen. Wer Energie sparen will, sollte es vermeiden, eine Beleuchtung über mehrere Stunden brennen zu lassen. Die gute alte Wäschespinne verstaubt bei Vielen in der Abstellkammer. Die traditionelle Trockenhilfe hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: sie verbraucht keinen Strom. Das Trocknen an der Wäschespinne dauert zwar länger, jedoch zählen die heimischen Trocknern zu den schlimmsten Energiefressern im eigenen Haushalt. Im Winter sollte der Trockner jedoch genutzt werden, da an der Wäschespinne ca. 3,5 Liter Wasser im Raum verdunsten, dies schadet nicht nur dem Raumklima, es muss auch gelüftet werden. Im Endeffekt fällt die Energiebilanz dann nicht unbedingt besser aus. Die Umwälzpumpe im Keller kann die heimische Energieeffizienz enorm verbessern bzw. verschlechtern. Wenn die Umwälzpumpe 24 Stunden am Tag läuft um warmes Wasser bereit zu stellen, dann sollten Inhaber von Eigentumsimmobilien handeln. Moderne Umwälzpumpen schalten bei nicht-Gebrauch in den Stand-by Modus und fahren erst wieder hoch, wenn sie gebraucht werden. Moderne Pumpen kosten ca. 370-420 Euro, eine Anschaffung lohnt sich langfristig betrachtet.

Strom sparen beim Spülen und Waschen

Wer von Hand abwäscht, tut allen falls seinen Gläsern einen Gefallen, denn Strom sparen lässt sich hier wirklich nicht. Neben Zeit geht auch viel warmes Wasser "drauf". Die Spülmaschine ist deutlich bequemer und arbeitet effizienter als die eigene Hand. Der Wasser- und Stromverbrauch bei modernen Modellen ist deutlich geringer als der bei der traditionellen Handwäsche. Wer mit der Waschmaschine Strom sparen will, sollte den Platz in der Trommel immer komplett ausnutzen. Bei Wäsche mit geringer Verschmutzung kann die Vorwäsche komplett umgangen bzw. ein Energiesparprogramm ausgewählt und somit Strom gespart werden.

Strom sparen mit Drehzahlreglern

Durch den Einsatz von einem Drehzahlregler ist es dem Verbraucher möglich, die Leistung der Pumpe genau zu definieren. Wer die Drehzahl der Warmwasserpumpe zurücksetzt, kann den Verbrauch beim Einsatz deutlich reduzieren. Wer einen Drehzahlregler in das System einbaut, muss jedoch mit einer geringeren Arbeitseffizienz der Pumpe rechnen, gerade bei kleineren Haushalten mit einem geringeren Verbrauch ist die Investition in einen Drehzahlregler aber durchaus von Vorteil.

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