Der perfekte Heckenschnitt

Der perfekte Heckenschnitt

Hecken werden im Garten vorwiegend als Sicht-, Wind- und Lärmschutz verwendet. Sie sind obendreinein wichtiger Lebensraum für verschiedene Tierarten. Um der Hecke ein schönes und gepflegtesAussehen zu verleihen, ist der regelmäßige Heckenschnitt sehr wichtig. Nachfolgend erfährst Du,wann der perfekte Zeitpunkt hierfür ist, was Du dabei beachten solltest und wie Du am besten beim Schneiden der Hecke vorgehst.

Warum ist der Heckenschnitt notwendig?

Die Hecke sieht besonders schön aus, wenn sie dicht, aber auch verzweigt gewachsen ist. Dies erreichst Du lediglich mit einem regelmäßigen Heckenschnitt, bei dem Du die Haupttriebe schneidest. Auch die Höhe kannst Du durch einen Schnitt begrenzen. Bei vergreisten Teilen der Hecke ist ein Schnitt empfehlenswert, um die kahlen Stellen der Hecke durch neue Triebe auszufüllen. Zudem ist es wichtig, dass die Basis der Hecke ausreichend Licht erhält. Wenn dem nicht so ist, sorgt ein Schnitt der Hecke wiederum für eine bessere Lichtversorgung.

Wann ist der perfekte Zeitpunkt für einen Heckenschnitt?

Ein regelmäßiger Schnitt der Hecke gehört zu den erforderlichen Pflegemaßnahmen einer jeden Hecke. Je nach Heckenart muss dieser zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt erfolgen. Es wird grundsätzlich zwischen den sommergrünen und immergrünen Hecken und Nadelgehölzen unterschieden:

Sommergrüne Hecken

Sommergrüne Hecken solltest Du im Spätherbst zurückschneiden, bevor die Vegetationsruhe einkehrt. Ein zweiter Schnitt folgt am Ende des Sommers. Empfehlenswert sind die letzten Augustwochen, denn
Ende September besteht bereits die Gefahr, dass die neu entstehenden Triebe der Hecke Frostschäden erleiden und dadurch absterben.

Zu beachten ist, dass laut Bundesnaturschutzgesetz von März bis September weder ein radikaler Rückschnitt noch eine Rodung der Hecke erfolgen darf. Dieses Verbot dient dem Brutschutz für die Vögel. Die Brutzeit ist von März bis September. Erlaubt sind lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte, bei welchen nur der frische Zuwachs entfernt wird. Wenn Du Dich daran nicht hältst, drohen Bußgelder. Dennoch sollte die Hecke vor dem Schneiden auf möglicherweise noch besetzte Vogelnester hin überprüft werden.

Immergrüne Hecken

Der Rückschnitt der immergrünen Hecken und Nadelgehölze erfolgt am besten im Frühjahr vor dem Austrieb (Ende März) oder im Herbst, bevor der erste Frost kommt. Bei diesen Hecken ist in der Regel kein weiterer Schnitt erforderlich, denn sie wachsen vergleichsweise langsam.

Wetterbedingungen beim Heckenschnitt beachten

Ein Schnitt der Hecke im Frühling empfiehlt sich niemals bei Minusgraden, denn die entstandenen Schnittwunden verheilen nur sehr schlecht und außerdem brechen die Äste bei Frosttemperaturen
leicht ab. Bei einem Heckenschnitt im Sommer solltest Du darauf achten, dass die Hitze und Sonneneinstrahlung nicht zu stark sind, denn die frisch geschnittenen Triebe trocknen sonst aus und sterben ab. Im Sommer solltest Du die Hecke am besten früh, am späten Nachmittag oder am bedeckten
Tag schneiden. Bei starkem Regen empfiehlt sich der Heckenschnitt ebenfalls nicht, denn aufgrund der Feuchtigkeit besteht das Risiko, dass die Hecke von Pilzen und Schädlingen befallen wird.

Was gibt es bei der Wahl der Heckenschere zu beachten?

Heckenschnitt

Um die Hecke nach den eigenen Vorstellungen schneiden zu können benötigst du professionelles Werkzeug

Für ein ordentliches Schneiden der Hecke oder das Trimmen in eine bestimmte Form benötigst Du ein hochwertiges Werkzeug, denn günstige Geräte erschweren oftmals die Arbeit. Bei einer mechanischen Heckenschere solltest Du darauf achten, dass die Klingen gut geschliffen und scharf sind, damit Du
einen glatten und sauberen Schnitt erzielst. Zudem vermeidest Du damit, dass die Äste oder Zweige abgequetscht werden. Für höhere und längere Hecken empfiehlt sich eine elektrische Heckenschere, denn diese erleichtert den Heckenschnitt ganz erheblich. Die Leistung des Geräts sollte der Größe
der Hecke und der Stärke der Äste entsprechen. Einige Modelle können mittels Stiel verlängert werden, sodass Du eine sehr hohe Hecke auch vom Boden aus schneiden kannst und Du keine Leiter verwenden musst. Eine Heckenschere mit Motorantrieb ist in weitläufigen Landschaftsgärten gut geeignet, allerdings sind diese Modelle im Vergleich zu den elektrischen Heckenscheren wesentlich lauter, so dass beim Schneiden ein Gehörschutz getragen werden sollte.

Wie wird beim Schneiden der Hecke am besten vorgegangen?

Hecken werden stets im Trapez geschnitten. Dies bedeutet, dass die Hecke von unten nach oben hin schmaler wird. Damit stellst Du sicher, dass das Sonnenlicht alle Pflanzenteile erreicht. Wenn nicht alle Bereiche genügend Licht bekommen, können Stellen kahl werden und sogar absterben. Diese Löcher sind nur schwer zu schließen. Die Neigung der Wände der Hecke beträgt im besten Fall fünf bis zehn Prozent, da sonst die Gefahr besteht, dass die Basis der Hecke im Laufe der Jahre vergreist. Die elektrische Heckenschere wird zum Schneiden von unten nach oben "gezogen", also in
Wuchsrichtung der Äste. Einen geraden Heckenschnitt erreichst Du, indem Du mit Hilfsmitteln arbeitest, beispielsweise einer Schnur oder Holzlatte. Einen Schutz vor Verletzungen bieten Handschuhe, die Du beim Schneiden der Hecke stets tragen solltest.

Welche Besonderheiten gibt es bei den verschiedenen Hecken?

Heckenschnitt

Jede Hecke hat beim Schneiden seine Besonderheit

Laubhecken

Bei diesen Hecken gestaltet sich der Rückschnitt generell unproblematisch, denn auch die alten Triebe sind blättertragend und bilden neue Blätter aus. Heckenhölzer, die von Bäumen abstammen wie die Rotbuche werden bereits im Pflanzjahr beschnitten, damit sich die Äste gut verzweigen. Dadurch bildet sich eine schöne Hecke mit einem starken Wachstum aus. Laubhecken können in den ersten zwei Jahren bis zu drei Mal jährlich geschnitten werden. Hier gehst Du dabei von oben nach unten vor.

Immergrüne Hecken

Immergrüne Hecken aus Buchsbaum oder Lorbeerkirsche tragen ganzjährig Blätter. Beim Schnitt solltest Du darauf achten, dass die Blätter nicht verletzt werden, denn dadurch werden Krankheitserreger begünstigt. Daher empfiehlt es sich, immergrüne Hecken mit keiner elektrischen Heckenschere zu schneiden. Die Triebe schneidest Du bis in die Blattachse zurück. Ein Neuaustrieb, der sich sehr schnell entwickelt, überdeckt die Schnittstelle.

Nadelhecken

Eine Hecke aus Nadelhölzern, zum Beispiel die Koniferen oder Eibe, gestaltet sich in der Pflege etwas schwierig, denn diese Hölzer sind einem Heckenschnitt gegenüber nicht so robust. Daher solltest Du sehr vorsichtig schneiden, um Löcher zu vermeiden. Im Gegensatz zur Laubhecke sind diese nicht so leicht auszugleichen. Nach dem Pflanzen einer Nadelhecke solltest Du ein Jahr Schnittruhe einhalten, damit die Pflanzen gut anwachsen können. Diese Hecken schießen oftmals schnell in die Höhe, sodass ab dem zweiten Jahr ein regelmäßiger Heckenschnitt erforderlich ist.

Fazit

Dies waren die besten Tipps für einen perfekten Heckenschnitt. Die Hecke dankt es Dir mit einem gesunden und kräftigen Wachstum und ist eine Bereicherung des Gartens oder Grundstücks. Wichtig ist es in erster Linie, sich an die empfehlenswerten Termine zum Schneiden der Hecke zu halten, ein qualitatives Werkzeug zu verwenden und auf ein korrektes Schneiden zu achten. Dann ist der Heckenschnitt einfach zu bewerkstelligen. Wenn Du Dir viel Arbeit sparen möchtest, suchst Du Dir am besten eine Heckenpflanze aus, die Du nur einmal jährlich schneiden musst.

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