Die erste gemeinsame Wohnung – Tipps fürs Zusammenziehen

Worauf muss man beim Zusammenziehen achten?

Wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen möchten, haben Sie sich die gemeinsame Wohnung und das Leben miteinander bereits in schillernden Farben ausgemalt. Sie haben eine konkrete Vorstellung, wie sich das Leben gestalten und wie Ihr Wohnung aussehen wird. Doch haben Sie Ihre Vorstellungen auch mit dem Partner abgesprochen oder sind allein auf eine mentale Reise gegangen, in der Sie nur Ihre eigenen Ideen und Wünsche befolgen? Zusammenziehen erfordert mehr als nur die große Liebe und tiefe Gefühle von Zuneigung oder Freundschaft. In einer Gemeinschaft leben heißt auch, dass Sie Kompromisse eingehen und die Wünsche des Anderen mit gleichem Augenmerk wie Ihre eigenen Vorstellungen und Träume betrachten. Hier erfahren Sie, wie es mit dem harmonischen Zusammenleben in der ersten gemeinsamen Wohnung klappt und welche Tipps dabei helfen, Streitigkeiten im Vorfeld zu vermeiden.

Vorteile einer gemeinsamen Wohnung

Am Besten hat man seine eigenen Umzugskartons

Am Besten hat man seine eigenen Umzugskartons

Bisher haben Sie nur die Wochenenden mit Ihrem Partner verbraucht oder nächtigen gelegentlich bei ihm. Nun steht der Entschluss des Zusammenzugs und Sie freuen sich, endlich jede freie Minute mit dem geliebten Menschen teilen zu können. Neben all den Vorteilen, dass Sie Ihren Partner nun ständig um sich haben und sich nicht mehr zu bestimmten Zeiten verabreden, kommt auch ein finanzieller Vorteil durch zwischen Ihnen aufgeteilte Kosten. Sie können gemütliche Abende auf dem Sofa verbringen oder an verregneten Wochenenden im Bett bleiben, ohne dass Sie oder Ihr Partner aus dem Haus müssen. Für Ihre Sexualität wird die gemeinsame Wohnung ganz neue Möglichkeiten aufzeigen und Ihnen eine große "Spielwiese" schaffen, die Sie bisher im Haus seiner/ihrer Eltern nicht zur Verfügung hatten.

Ihre gemeinsame Wohnung richten Sie nach Ihrer beider Geschmack ein und schaffen sich damit eine Wohlfühloase, in der Sie das Band der Liebe festigen und noch näher zusammen finden. Sie haben einen neuen Rückzugsort, an dem nur Sie und Ihr Partner zählen. All diese Vorteile genießen Sie mit geteiltem Budget und haben oftmals weniger Ausgaben, als es in Ihrer bisherigen Beziehung der Fall war.

Nachteile beim Zusammenziehen

Nicht immer ist alles rosig und die Sonne lacht über Ihnen. Vielmehr blicken Sie der Realität ins Auge und sehen Ihren Partner frühmorgens im zerknitterten Schlafanzug mit ungekämmten Haaren, lernen ihn auch mit schlechter Laune kennen und werden in einigen Bereichen Uneinigkeiten entdecken. Die geteilten Kosten sind zwar ein Vorteil, können sich bei gemeinsamen Anschaffungen aber auch schnell zum Nachteil entwickeln. Vor allem wenn die Aufteilung der Ausgaben in Ihren Augen nicht gerecht erfolgt, sind Streit und Diskussionen vorprogrammiert. Verschiedene Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit, die Aufteilung beim Putzplan und grundlegende Dinge des Zusammenlebens müssen nicht immer in einiger Meinung enden.

Kompromissbereitschaft gehört zu den wichtigsten Dingen, die Sie nach dem Zusammenziehen beachten und in Ihr gemeinsames Leben integrieren müssen. Das heißt nicht, dass Sie sämtliche Macken und Eigenheiten des Partners dulden und in Kauf nehmen müssen. Sie sollten sich aber vorab darüber im Klaren sein, dass Angewohnheiten oftmals einen selbstständigen Charakter angenommen und sich zu einer nicht mehr abänderbaren Marotte entwickelt haben. Bedenken Sie: auch Sie haben Marotten und wünschen sich, dass Ihr Partner Sie so liebt, wie Sie sind und keine Änderungsversuche Ihrer Persönlichkeit unternimmt.

Tipps für ein harmonisches Zusammenleben

Achtung: Zusammen leben kann auch mehr Streitpunkte bedeuten

Achtung: Zusammen leben kann auch mehr Streitpunkte bedeuten

Entscheiden Sie wichtige Dinge immer gemeinsam und denken daran, dass Sie nicht mehr allein leben und dem entsprechend nicht nur allein entscheiden können. Dies beginnt bereits auf der Wohnungssuche, wo sich die Vorstellungen von der Traumwohnung unterscheiden und den ersten Kompromiss erfordern können. Der nächste Kompromiss entsteht bei der Anschaffung neuer Einrichtungsgegenstände oder dabei, wer welche im jetzigen Hausstand vorhandenen Möbel mit ins gemeinsame Domizil nimmt. Auch die Aufgabenteilung ist nicht immer einfach und erfordert vor allem bei Aufgaben, die weder Ihnen noch Ihrem Partner Freude bereiten eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung.

Für viele Paare oder WG Partner begründet sich Harmonie in der Akzeptanz aller Dinge, die der Mitbewohner tut. Doch hierin begründet sich ein schwerwiegender Fehler, der einem harmonischen Zusammenleben im Weg steht und über kurz oder lang zu einem handfesten Streit führt. Sprechen Sie Probleme offen und ehrlich an, werden dabei nicht beleidigend und wählen eine Tonlage, die weder vorwurfsvoll noch überheblich klingt. In der Erörterung von Problemen stellen Sie nicht Ihren Partner, sondern die Marotte die Ihnen missfällt in den Mittelpunkt und arbeiten auf einen Lösungsvorschlag hin. Dabei hat Ihre eigene Meinung die gleiche Gewichtung, die Sie der eventuell anderen Ansicht Ihres Partners und Mitbewohners zugestehen müssen.

Nur wer lösungsorientiert diskutieren und trotz verschiedener Meinungen einen Konsens finden kann, wird auf Dauer in einer harmonischen Partnerschaft leben und die erste gemeinsame Wohnung nicht als Fehler ansehen.

Hilft ein Plan fürs Zusammenziehen?

Genau Pläne und Abläufe sollten geklärt sein

Genau Pläne und Abläufe sollten geklärt sein

Mit einer konkreten Planung können Sie vorab wichtige Dinge klären und diese schriftlich fixieren. Denn ein Umzug kostet Nerven und kann dazu führen, dass Ihr Glück in der neuen Wohnung anfänglich von Hektik und Unmut verdrängt wird. So sehr Sie sich über das Zusammenleben mit Ihrem Partner freuen, so sehr stören Sie auf einmal Dinge, von denen Sie bisher keine Notiz genommen haben. Dies kann die Sammlung Motorräder in der Schrankwand, das Bierdeckel-Konvolut auf dem Regal oder das ständig im Schlafzimmer ausgezogene Paar Schuhe sein. Wenn Sie diese Dinge bereits vor Ihrem Zusammenzug klären und beispielsweise die Dinge auflisten, die Sie und Ihr Partner aus Ihrem jetzigen Hausstand mitbringen, lassen sich Ärgernisse über dekorative Fauxpas ganz einfach ausschließen.

Weiter sollte Ihr Plan die Aufteilung der Kosten und die Aufgabenverteilung enthalten. Klare Fronten sind auch in einer langjährigen Liebesbeziehung oder guten Freundschaft von Vorteil, da sie vor unliebsamen Überraschungen schützen und Diskussionen im Vorfeld vermeiden lassen.

Betrachten Sie die gemeinsame Wohnung mit Ihrem Partner als Chance, in Ihrem eigenen Leben offen für Neues zu sein und Veränderungen herbeizuführen. So wie Sie seine Bierdeckelsammlung nicht im Wohnzimmer stehen haben möchten, weiß er es zu schätzen, wenn Ihre Kosmetika nicht den gesamten Badschrank füllen. Mit Kompromissen sind Sie immer gut beraten und schaffen sich einen Raum, in dem Sie selbst nicht nur ein Auge zudrücken, sondern im Gegenzug ebenfalls auf Kompromissbereitschaft stoßen. In Ihrer Wohnung sollten Sie genau das tun, was Ihnen beiden gefällt und was Sie in Ihrer Beziehung glücklich sein lässt.

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