Große Fehler, die beim Tapezieren gemacht werden

Grundsätzlich ist das Tapezieren eines Raumes nicht kompliziert. Solange auf die richtige Vorgehensweise geachtet wird und die nachfolgenden Fehler vermieden werden.

Tapeten für Feuchträume

Sollen die Wände des Badezimmers mit Tapeten versehen werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass sie für Feuchträume geeignet ist. Auf Kunststofftapeten und anderen nicht dampfdurchlässige Materialien kondensiert das Wasser an der Oberfläche und kann nicht ausreichend schnell abziehen. Dadurch erhöht sich das Risiko der Schimmelbildung. Ein Symbol mit vier nebeneinander verlaufenden Wellen kennzeichnet eine Tapete als geeignet für Feuchträume.

Die richtige Ausrüstung

Tapezierzeug

Das richtige Zubehör ist wichtig für die optimale Anbringung von Tapeten

Um eine Tapete korrekt und optisch ansprechend an der Wand anzubringen, wird spezielles Werkzeug benötigt. Hier sollte nicht unbedingt auf allzu preisgünstige Geräte zurückgegriffen werden, da Tapezierwerkzeug immer wieder benötigt wird. Neben einem guten Tapeziertisch werden

- eine standsichere Leiter

- Quast und Kleistereimer mit Deckel

- ein Nahtroller

- ein Lot für die gerade Falllinie

- eine Tapetenschere und

- für Vliestapeten eine Moosgummirolle

als Werkzeuge benötigt.

Vorbereitung der Wände

Auch wenn es verführerisch ist, die alten Tapeten an der Wand zu lassen und einfach mit neuen Tapeten zu überkleben, sollte die alte Tapete gründlich entfernt werden. Auch alte Farbreste müssen von der Wand entfernt werden, um der neuen Tapete einen gleichmäßigen Halt zu geben.

Werden die Tapeten auf Trockenbauwänden aufgebracht, müssen diese vorher mit einer Grundierung behandelt werden, um zu verhindern, dass sich die aufgebrachte Tapete mit der Papierschicht der Trockenbauwand verbindet und diese beim Entfernen zerstört.

Haftung der Tapete auf dem Untergrund überprüfen

Renovierung

Eine Grundierung der Wände ist nötig.

Um zu überprüfen, ob die Tapete auf dem vorhandenen Untergrund gut haftet, sollte eine einzelne Bahn aufgeklebt werden. Löst sich die Tapete wieder, ist eine Grundierung der Wände nötig, die für die nötige Haftung sorgt.

Der richtige Kleister

Achten Sie unbedingt darauf, den für die Tapete geeigneten Kleister zu verwenden und bevorzugen Sie bevorzugt hochwertige Produkte namhafter Hersteller. Um Unebenheiten an den Wänden zu vermeiden, muss der Kleister absolut klümpchenfrei angerührt werden.

Die richtige Weichzeit

Papiertapeten müssen eine bestimmte Zeit weichen, nachdem sie eingekleistert wurden. Achten Sie unbedingt auf die Angaben des Herstellers.

Tapezieren mit dem Licht

Die erste Bahn wird immer am Fenster angebracht und anschließend in Richtung des Lichteinfalls weiter tapeziert. Dadurch wird verhindert, dass eventuell entstehende Überlappungen störende Schatten werfen.

Die Tapete richtig auf die Wand bringen

Eine Tapete muss immer von oben nach unten an die Wand gebracht werden und dabei mit der Tapezierbürste (bei Vliestapeten mit der Moosgummirolle) von oben nach unten glatt gestrichen werden.

Ohne Überstand wird es schwierig

Beim Zuschnitt der Bahnen wird immer ein Überstand von ungefähr 10 Zentimetern dazugerechnet. Da Wände und Decken in vielen Fällen minimal schief sind und auch der eigene Schnitt nicht zu 100 Prozent gerade ist, wird dies durch den Überstand ausgeglichen und die Tapete kann lotrecht angebracht werden.

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