Holzterrassen: Glanzpunkte einer jeden Außengestaltung

Holzterrasse selber bauen

Holzterrassen erfreuen sich einer hohen Beliebtheit. Kein Wunder: Holz vermittelt eine edle Optik, weist eine hohe Langlebigkeit auf und schafft eine behagliche Atmosphäre. Wer eine Holzterrasse selber bauen möchte, muss einige Besonderheiten beachten. Der passende Untergrund, die richtige Auswahl der Holzart und die Pflege des Holzes sind von ganz besonderer Bedeutung. Wir erklären Ihnen wie der Bau einer Holzterrasse geplant und durchgeführt werden sollte.

Holzterrassen: Glanzpunkte einer jeden Außengestaltung

Holzterrassen erfreuen sich einer weltweiten Beliebtheit. Die Wärme des Holzes lässt eine angenehme Atmosphäre entstehen, welche zum Entspannen und Verweilen einlädt. Wer Holzterrassen selber bauen möchte, benötigt etwas handwerkliches Geschick und eine gute Anleitung. Ohne die richtige Vorbereitung können sich schnell Fehler einschleichen, welche die Lebensdauer des edel wirkenden Holzbelages einschränken können. Wer unsere hilfreichen Tipps & Tricks beachtet, kann sich aber schon bald an einer ansehnlichen Holzterrasse erfreuen, welche den Garten erst so richtig wohnlich macht.

Die richtige Planung und Holzauswahl

© JamesDeMers_pixabay_screened-porch-670263_1280Vor dem Eigenbau einer Holzterrasse sollte das Projekt genau gezeichnet werden. Die betreffende Fläche muss ausgemessen und mit Bleistift nachgezeichnet werden. Die Aufzeichnung einer jeden einzelnen Diele, die Abstände zwischen den Brettern und die Unterkonstruktion sollten genau vermerkt werden. Auf diese Weise kann die benötigte Anzahl an Holzdielen, Schrauben und Trägerbalken ausgerechnet werden. Als nächsten Planungspunkt sollte sich über die Art des Holzes Gedanken gemacht werden. Das wohl beliebteste Holz für Terrassen ist das Bangkirai-Holz, welches aus Südostasien stammt. Dieses weist einen rotbraunen Farbton auf und überzeugt durch eine enorme Witterungsbeständigkeit. Daneben kann sich aber auch für weitere tropische Hölzer entschieden werden. Beim Kauf von Tropenhölzern sollte bevorzugt auf FSC-zertifiziertes Holz geachtet werden, welches eine nachhaltige Forstwirtschaft belegt. Günstigere heimische Hölzer wie Douglasie und Lärche eignen sich ebenfalls für Terrassen, können aber nicht mit der Qualität von Tropenhölzern mithalten.

Unterkonstruktion, Bauhöhe & Co.

Beim Bauen einer Terrasse müssen vor allem die gewünschte Terrassenhöhe und die Beschaffenheit des Untergrundes beachtet werden. Terrassen können mit verschiedenen Schwellenhöhen oder als ebenerdige Konstruktionen angelegt werden. Aufliegende Holzterrassen sind allerdings wesentlich einfacher anzulegen als ebenerdige Terrassen. Die einfachste Gesamthöhe liegt zwischen elf und 25 Zentimetern. Terrassen aus Holz werden grundsätzlich mit einer tragenden Unterkonstruktion gebaut, auf welcher eine befestigte Beplankung angebracht wird. Größere Konstruktionshöhen erfordern eine Stützung durch Unterzugsbalken. Die einzelnen Terrassendielen werden im Regelfall mit Clips verbunden oder mit der Unterkonstruktion verschraubt. Je nach verwendeter Holzart und Qualität der Konstruktion hält eine Terrasse durchschnittlich in etwa zehn bis 15 Jahre. Durch eine regelmäßige Pflege kann die Lebensdauer noch erheblich erhöht werden.

Wissenswertes zum Bau von Holzterrassen

Holzterrassen sollten niemals ohne vorherige Planung gebaut werden. Die vielen Einzelheiten sind von besonderer Wichtigkeit und können bei Nichtbeachtung mitunter zu erheblichen Schäden führen. Wer eine Holzterrasse baut, sollte nach dem Verschrauben der einzelnen Bauteile prüfen, ob die Unterkonstruktion ebenerdig ist. Falls kein Gefälle vorhanden ist, sollte ein solches in Betracht gezogen werden. Es reicht ein Gefälle von ein bis zwei Prozent: Dieses sorgt dafür, dass Regenwasser ablaufen kann. Sobald die eigentliche Holzterrasse fertig gestellt wurde, sollte diese mit Öl oder Holzschutzfarbe behandelt werden. Das Holz wird auf diese Art mit einer enormen Langlebigkeit belegt. Vor der Behandlung mit Öl sollten die Seitenplanken angebracht und anschließend ebenfalls behandelt werden.

Die Behandlung mit Öl

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Wer eine Holzterrasse bauen möchte, muss daran denken, dass die Arbeit mit dem eigentlichen Bau noch nicht erledigt ist. Die Oberfläche sollte nach Fertigstellung der Terrasse mit geeignetem Öl behandelt werden. Mit einer Ölbehandlung wird nicht nur die Langlebigkeit der Terrasse erhöht, sondern auch deren ästhetischer Gesamteindruck verbessert. Öl sorgt dafür, dass die natürliche Maserung des Holzes in den Vordergrund rückt und die Holzfarbe einen wesentlich angenehmeren Stich erhält. Die Natürlichkeit des Holzes rückt in den Vordergrund und vermittelt einen ganz besonders angenehmen Reiz. Die Ölbehandlung sollte nicht nur direkt nach dem Terrassenbau erfolgen, sondern regelmäßig wiederholt werden. Das Öl verbessert lediglich die Langlebigkeit und Ästhetik der Terrasse: Der Vorgang des "Vergrauens" kann damit nicht aufgehalten werden. Das Vergrauen ist eine holztypische Eigenschaft, die hingenommen werden muss. In der Realität muss angemerkt werden, dass die Haltbarkeit einer Holzterrasse in erster Linie von der Qualität des gewählten Holzes abhängt und weniger von der regelmäßigen Einölung. Durch regelmäßige Oberflächenbehandlungen, welche einmal pro Jahr erfolgen sollten, kann die Lebensdauer dennoch um einige Jahre erhöht werden. Vielleicht kann die Lebensdauer durch ein solches Vorgehen von 20 auf 25 Jahre erhöht werden. In diesem Zeitraum wurden dann allerdings bestimmt 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter Holz für Öl ausgegeben, sodass sich der Nutzen einer Einölung gestellt werden muss. Bei einem Eigenbau sollten die finanziellen Aufwendungen daher besser auf hochwertige Hölzer konzentriert werden.
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