LED Lampen: Die Strom sparende Alternative?

Nach der Abschaffung der Glühbirnen sind alternative Beleuchtungsquellen notwendig geworden. Neben den Energiesparlampen und Halogenleuchten sind LED Lampen ein wesentlicher Bestandteil des Marktes geworden. Denn sie bieten zahlreiche Möglichkeiten der Anwendung und weisen zudem entscheidende Vorteile auf, die den Verbraucher die Glühbirne nicht vermissen lassen.

Die Eigenschaften von LED Lampen

Der Begriff LED steht als Abkürzung für Leuchtdiode, beziehungsweise den im Englischen verwendeten Begriff light emitting diode. Die Leuchtdioden der Lampen leiten und bündeln die elektrische Energie in eine Durchlassrichtung, also die in die der Strom fließt und erzeugen dadurch Licht. Sie haben für gewöhnlich einen Durchmesser von fünf Millimetern. LED Lampen sind keine Temperaturstrahler und lassen sich deshalb auch in geschlossenen Bereichen wie Schränken einsetzen, da von den Leuchtdioden keine Brandgefahr ausgeht.

Das heißt auch, dass die erzeugte Energie, im Gegensatz zur Glühbirne, sehr viel effektiver in Licht umgewandelt wird und kein hoher Energieverlust durch Wärmeabgabe auftritt. Natürlich können auch LEDs warm oder heiß werden, doch viele Modelle sind mit einer kühlenden Ummantelung versehen. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Typen von LED Lampen, ausgehend von der individuellen Verarbeitung. Sie sind für gewöhnlich in den gewohnten E27 und E14 Fassungen zu bekommen.

LED Lampen funktionieren nach einem bestimmten physikalischen Prinzip. Das Licht wird mittels eines Kristalles gewonnen. Dieser besteht aus zwei entgegengesetzt geladenen Schichten. Bildlich kann man sich dies wie einen Plus- und einen Minuspol vorstellen. Zwischen diesen befindet sich eine Übergangsschicht. Fließt Strom, geraten die enthaltenen Elektronen in dieser sogenannten Sperrschicht in Bewegung. Dadurch geben die Elektronen Energie ab und erzeugen Licht. Man spricht dabei von der sogenannten Halbleitertechnologie.

Die Vor- und Nachteile der LED Beleuchtung

Obgleich LED Lampen im Handel durchaus teurer sind als andere Leuchtmittel weisen sie einige Vorteile auf, die bei der Anschaffung bedacht werden sollten. Der Verschleiß von Leuchtmitteln erfolgt vor allem durch die Schaltzyklen, also den Vorgang des An- und Ausschaltens von Licht. LED Lampen haben den Vorteil, dass sie deutlich mehr dieser Schaltzyklen vertragen können als beispielsweise Energiesparlampen. Die Langlebigkeit wiegt somit die erhöhten Anschaffungskosten auf, denn langfristig gesehen rentieren sich die Lampen im Hinblick auf ihre Wirtschaftlichkeit.

Sie halten bis zu 50.000 Betriebsstunden und sparen über einen längeren Zeitraum eine ansehnliche Menge an Strom. Die Lampen geben außerdem schnell ihre volle Helligkeit ab und enthalten keine Schadstoffe wie beispielsweise Quecksilber. Bei Energiesparlampen ist dieser Schadstoff enthalten und kann beim Zerbrechen der Lampe austreten und in der Luft verdampfen. Außerdem gibt es bei diesen die sogenannte Einschaltverzögerung und die Lichtquelle kann nicht sofort voll effektiv genutzt werden.

Nachteile bei LED Lampen treten meist bei der Verwendung als Fahrzeugscheinwerfer auf. Obwohl der hohe Anschaffungspreis sich wie schon erwähnt im Hinblick auf die Langlebigkeit rentiert, kann ein auftretender Defekt teuer werden. Einzelne LEDs sind nicht einfach austauschbar, vor allem nicht, wenn sie in den Hauptscheinwerfer integriert sind. Kommt es zu Ausfällen der Leuchtdioden, wird eine teure Reparatur notwendig. Sie sind so in die Bauelemente eingearbeitet, dass meist der komplette Scheinwerfer ausgetauscht werden muss. Die Kosten bei Bremslichtern sind dabei noch relativ überschaubar. Tritt ein massiver Defekt jedoch zum Beispiel am Frontscheinwerfer auf, fallen mehrere hundert bis über tausend Euro an Kosten an.

Die richtige Anwendung

LED Lampen unterscheiden sich in der Art des abgegebenem Lichts. Es gibt zwei verschiedene Varianten - sogenanntes kaltweißes und warmweißes Licht. Beide werden durch ein Verfahren der Farblichtmischung erzeugt. Warmweißes Licht eignet sich natürlich für alle Räume in denen Komfort und Gemütlichkeit an erster Stelle stehen, primär im Wohn- und Schlafbereich. Kaltweiße LED Lampen können in diesem Bereich jedoch zum Beispiel als Leselampen eingesetzt werden. Ansonsten werden sie in erster Linie im Küchen, Bädern und Arbeitsbereichen verwendet. Denn das "reinere" Licht unterstützt Arbeitsprozesse wie Lebensmittelverabeitung, Büroarbeit und Sonstiges. Der Arbeitsbereich wird somit bestmöglich ausgeleuchtet, bei Autoscheinwerfern ist für eine verbesserte Sicht im Straßenverkehr gesorgt. Die Notwendigkeit der Konzentration wird erleichtert.

Die beste Methode in Gebäuden ist es meistens, die beiden LED Leuchtarten in den Räumen zu mischen und an den jeweiligen Gebrauch anzupassen. Dies trägt auch zur Atmosphäre eines Raumes bei. Die Leuchtdioden kommen als LED Birnen, Röhren und Bänder zum Einsatz.

Fazit

In allen Verwendungsbereichen rentieren sich LED Lampen im Hinblick auf den Stromverbrauch. Die Funktionsweise der Leuchtdioden lässt einen energieeffizienten Einsatz zu und erfüllen den Zweck der Lichtgebung bestmöglich. Sie enthalten keine gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe und wer auf die Qualität achtet, wird alle Vorteile der LED Lampen zufriedenstellend ausschöpfen können. Nachteile sind einzig die hohen Anschaffungs- und im Bereich Automobil Reparaturkosten.

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