Parkett

Parkett verlegen

Parkett aus echtem Holz strahlt eine warme und wohnliche Atmosphäre aus. Er ist zwar etwas teurer als Laminat. Dafür kannst Du diesen Bodenbelag bei Beschädigungen oder zwecks Renovierung abschleifen und neu versiegeln. Aus diesem Grund ist ein Parkettboden ein überaus langlebiger und erneuerbarer Bodenbelag für Dein Zuhause. Wenn Du als Heimwerker selbst Parkett verlegen möchtest, dann eignet sich der moderne Klick-Parkettboden besonders gut dazu, da das Verlegen damit überaus einfach funktioniert und Du Dir sogar das anschließende Abschleifen und Versiegeln ersparst. Was Du beim Parkett verlegen beachten solltest, wie Du den Untergrund vorbereitest und wie Du diesen Bodenbelag selbst verlegst, erfährst Du hier!

Welche Möglichkeiten Dir für das Parkett verlegen zur Verfügung stehen

Parkett ist ein Bodenbelag, der aus echtem Holz besteht und nach ein paar Jahren der Beanspruchung nicht erneuert werden muss. Denn er kann bei Bedarf abgeschliffen und versiegelt werden, sodass er im Anschluss wieder wie neu aussieht. Solch ein Holzboden verleiht Deinem Wohnraum außerdem eine überaus behagliche Atmosphäre und steigert zugleich den Wert des Raums. Die Klassiker der Parkettböden sind aus Nussbaum, Buche oder Eiche. Mit exotischeren Materialien, wie beispielsweise Kork oder Bambus, kannst Du heutzutage Deinen Wohnraum ebenfalls gestalten. Massivparkett wird grundsätzlich leimend verlegt, weshalb beim Verlegen überaus sorgfältig vorgegangen werden muss. Wenn Du Massivparkett in Deinen Wohnräumen haben möchtest, solltest Du aus diesem Grund einen Fachmann dafür beschäftigen. Heutzutage gibt es jedoch eine Alternative zu der herkömmlichen Verlegeart von Parkettböden. Denn mit einem Fertigparkett kannst Du auch als ungeübter Handwerker eine Parkettverlegung problemlos selbst durchführen. Fertigparkett gibt es in den unterschiedlichen Holzarten, die alle eines gemeinsam haben. Sie sind aus echtem Holz und können zwecks Erneuerung abgeschliffen und versiegelt werden. Neben den Fertigparkettdielen kannst Du sogar Schiffsparkett mit dem praktischen Klick-Verlegesystem im Handel bekommen. Wichtig zu wissen ist auch, dass Du Fertigparkett oder Schiffsdielenparkett nach dem Verlegen nicht abschleifen und versiegeln musst, da diese vom Werk bereits fertig bearbeitet geliefert werden.

Was Du beim Parkett verlegen beachten solltest

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Dein Fertigparkett aus Echtholz besteht aus drei Schichten: der Unter-, der Mittel- und der Edelnutzholzschicht. Diese drei Schichten sind vom Werk um 90 Grad versetzt verklebt, weshalb Sie eine besondere Stabilität aufweisen und maßgenau von Dir als Heimwerker verlegt werden können. Fertigparkettdielen sind heutzutage zumeist mit einer Klick- Konstruktion versehen, die Dir ein
Verlegen ohne Leim ermöglicht. Nach dem Verlegen erhältst Du ein professionelles Ergebnis und einen Parkettboden von langer Lebensdauer. Bevor Du jedoch mit dem Parkett verlegen beginnst, solltest Du den Untergrund richtig vorbereiten sowie eine Folie zwecks Feuchtigkeitsschutz und eine Trittschalldämmung auslegen.

Den Untergrund für das Parkett verlegen richtig vorbereiten

Egal, ob Du vorhast, einen vollflächig verklebten Massivholzparkett, oder schwimmenden
Fertigparkett zu verlegen, der Untergrund muss jedenfalls sauber, trocken und eben sein. Falls der Untergrund Unebenheiten aufweist, müssen diese, je nach Untergrundart, zuerst mit einer Schleifmaschine begradigt werden. Um den Untergrund vollständig sauber zu bekommen, saugst Du ihn am besten mit einem Staubsauger gründlich ab. Insbesondere bei der Verlegung eines Fertigparketts sollte die Oberfläche des Verlegeuntergrunds über eine geeignete Festigkeit verfügen. Wenn Du Deinen Parkett auf einem Estrich legen möchtest, dann bereite den Untergrund zuerst dahingehend vor, indem Du eine 0,2 Millimeter dicke Polyethylen-Folie auslegst. Denn mit dieser verhinderst Du, das eine Restfeuchtigkeit die Rückseite der Parkettpaneele erreicht. Der Feuchtigkeitsgehalt der Estrichschicht sollte bei Zementstriche 2 Prozent nicht übersteigen. Bei Anhydrid-Estriche darf die Feuchtigkeit nicht mehr als 0,5 Prozent betragen. Verlege die Polyethylen-Folie überlappend, damit sie als Dampfbremse beste Dienste leisten kann. Außerdem solltest Du die Dampfbremse sorgfältig abdichten und untereinander verkleben. Danach folgt das Auslegen der Trittschalldämmung. Die Trittschalldämmung kannst Du ruhig großzügig auslegen und die überlappende Reste nach dem Bodenverlegen mit einem Stanleymesser abschneiden. Nach der Anlieferung Deiner Fertigparkettdielen solltest Du diese im jeweiligen Wohnraum noch zwei Tage lang liegen lassen, damit sich das Holz akklimatisiert. Wenn Du Dich für Fertigparkett mit Klick-Verlegesystem entschieden hast, dann kannst Du getrost auf ein Verleimen verzichten. Denn mit dem Klick-System werden die einzelnen Dielen lediglich zusammengesteckt, bis ein Klick-Geräusch zu hören ist. Der Boden ist danach vollständig, stabil und fugendicht verlegt.

Wie Du Parkett richtig verlegst

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Wichtig beim Verlegen eines schwimmenden Parkettbodens ist, dass Du beim Verlegen einen Abstand zwischen Dielen und Wand lässt. Diesen Abstand kannst Du mit Abstandskeilen oder kleinen
Holzpflöcken mit einer Breite von etwa fünf bis zehn Millimeter sicherstellen. Verlege die erste Reihe längs zum Lichteinfall im Raum, damit Du Schatten an den Fugen vermeidest. Benutze auch die Abstandskeile an der Wand, um einen gleichmäßigen Abstand zwischen Dielen und Wand zu erwirken. Auch seitlich solltest Du Abstandskeilen verwenden. Bist Du am Ende der ersten Reihe angelangt, dann miss die erforderliche Länge des letzten Parkettbrettes ab und schneide dieses mit einer Kreissäge zu. Verwende das Reststück, um mit der zweiten Reihe zu beginnen. Auf diese Weise wird der
Parkettboden versetzt verlegt, was Schwachstellen minimiert. Für das Verlegen des Klick Parketts hackst Du die beiden Dielen Stücke von oben beginnen zusammen und klopfst das Parkettpaneel gegebenenfalls mit einem Hammer und einem Schlagpflock vorsichtig hinunter, bis Du das Klick-Geräusch hörst. In den meisten Fällen reicht aber bereits ein Handgriff, um das zu verlegende Parkettbrett in das bereits verlegte Stück hineinzuklicken. Wenn Du mit Parkettdielen arbeitest, die Du noch verleimen musst, dann beleime zuerst die Dielen an den kurzen Seiten, schiebe diese zusammen und entferne sofort den überschüssigen Leim, damit er keine Flecken an der Bodenoberfläche hinterlässt. Danach verleime und füge die Längsseiten zusammen. Bei der leimenden Methode solltest Du zudem nach drei Reihen eine Pause machen, damit der Leim trocknen kannund der verlegte Boden beim Weiterbearbeiten nicht wieder auseinander zieht. Verlege nun auf Deine gewählte Art den Wohnraum mit den Parkett-Dielen. Bist Du fertig, dann entferne einfach die Abstandskeile und montiere die Sockelleisten, um den Abstand zur Wand zu verdecken.

Fertigparkett abschleifen und versiegeln

Fertigparkett wird Dir bereits abgeschliffen und versiegelt geliefert, sodass eine Nachbearbeitung nach dem Verlegen nicht notwendig ist. Mehrschichtparkett verfügt jedoch über eine 2,5 bis sechs Millimeter dicke Schicht, sodass Du Jahre später, falls Du den Parkettboden renovieren möchtest, diesen durchaus bis zu zweimal abschleifen kannst. Schleifst Du Deinen Parkett im Zuge einer Renovierung ab, solltest Du ihn anschließend mit Öl oder Wachs nachbehandeln. Als langlebigere Alternative dazu kannst Du Fertigparkett nach dem Abschleifen auch neu mit Lack versiegeln, sodass Du Dich auch noch nach Jahren über einen wunderschönen Echtholzboden in Deinem Heim freuen kannst.

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