Restaurierung alter Holzmöbel

Eine Wohnzimmerschrankwand aus Holz bedarf besonderer Pflege

Besitzen auch Sie ein Möbelstück aus massivem Holz, von dem Sie sich nur sehr ungern trennen würden, obwohl es optisch bereits das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat? Oder Sie finden beim Trödel eine schöne Kommode oder tolle Stühle, die den bereits vorhandenen Wohnstil perfekt ergänzen würden, nur leider sehen diese nicht mehr schön aus. Kein Problem. Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Bearbeitungsmaterialien werden diese Möbel wieder zu individuellen und schönen Möbeln, die Akzente setzen.

Auf eines sollte jedoch unbedingt geachtet werden: Es gibt Möbelstücke, die als Designerstücke aus den 1960er- und 1970er-Jahren ihren Wert verlieren können, wenn sie bearbeitet werden. Hier sollte überlegt werden, das Möbelstück nicht besser von einem Fachmann wieder herstellen zu lassen.

Denken Sie auch daran, bei allen Schleifarbeiten hochwertige Atemschutzmasken der Sicherheitsklasse P3 zu tragen.

Im ersten Schritt wird das Möbelstück überprüft

Vor Beginn der Renovierungsarbeiten muss das Möbel auf den Befall durch Holzwurm geprüft werden. Sind Wurmlöcher im Holz zu finden, wird das Möbelstück auf eine saubere Papierplane gestellt. Ein Befall durch den Holzwurm ist am feinen Holzstaub zu erkennen, der sich im Laufe der nächsten Tage auf der Plane sammelt. In diesem Fall müssen die Würmer vor Renovierungsbeginn durch die Verwendung eines speziellen Mittels abgetötet werden.

Ist das Holz wurmfrei, kann mit der Renovierung begonnen werden. Im ersten Schritt werden alle Scharniere und Schlösser entfernt und gereinigt oder eventuell ausgetauscht. Überprüfen Sie das Möbelstück auch auf lockere Verleimungen und leimen Sie diese nach, wenn das Möbelstück im Ganzen restauriert werden soll. Kann das Möbel ohne Beschädigung in seine Einzelteile auseinandergenommen werden, sollte dies vor dem Abtragen der alten Oberflächenbehandlung durchgeführt werden.

 Entfernung der alten Lackschichten und Reinigung der Oberfläche

Nun wird die Oberfläche von Lack oder anderen aufgetragenen Mitteln befreit. Zur Entfernung von dicken Lackschichten arbeiten Sie am besten mit einem Heißluftföhn oder speziellen Abbeizmitteln. Dünne Schichten werden mit Abziehklingen oder Furnierhobeln entfernt. Wird mit elektrischen Schleifgeräten gearbeitet, ist die Gefahr groß, dass sich dadurch Brandspuren in Form von dunklen Stellen bilden. Dies ist ein unangenehmer Nebeneffekt, wenn geplant ist, das Holz nicht farbig zu lackieren. In diesem Fall muss mit einem sehr feinen Schleifpapier manuell sauber geschliffen werden. Bei lasierten Holzoberflächen wird die alte Lasur mit Stahlwolle und Alkohol entfernt.

Reparatur von Beschädigungen

Anschließend müssen alle vorhandenen Beschädigungen repariert werden. Für die Reparatur von tiefen Holzschäden sind im Fachhandel für Restaurierungszubehör spezielle Füllmittel für erhältlich. Risse werden verleimt und tiefe Fugen müssen mit Hölzern, die pass- und pressdicht zugeschnitten sind, versehen werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die gleiche Holzart verwendet wird.

Sind alle Beschädigungen beseitigt, kann das alte Stück mit einem neuen Oberflächenanstrich versehen werden. Vorsicht bei vorher geölten oder gewachsten Möbeln. Diese Möbel können auch im Anschluss an die Renovierung nur geölt oder gewachst werden!

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