Schädlingsbekämpfung bei Tauben, Küchenschaben & Co

Schädlingsbekämpfung in der Wohnung oder im Haus

Schädlinge sind Lebewesen, die den "wirtschaftlichen Erfolg" und das Wohlempfinden des Menschen auf viele Weisen beeinträchtigen können. Sie können als Vorratsschädlinge die gesammelten Nahrungsmittel und Vorräte anfressen und ungenießbar machen oder als Holzschädlinge Möbel, Böden, Wände und Dachstühle beschädigen und zerstören. Als Hausbesitzer und als Mieter sind Schädlinge ein Albtraum und es sollte sich die passende Bekämpfung überlegt werden.

Schädlingsbekämpfung muss an die Schädlinge angepasst werden

Schädlingen treten in vielseitigen Formen auf und können auf unterschiedliche Art und Weise zu einem Schaden beitragen. Ob Vögel (Taube), Insekten (Termite) oder Säugetier (Maus), wurde ein Schädling im Heim oder Garten eingefangen, kann es mitunter schwierig werden, diesen wieder zu vertreiben. Die Vielseitigkeit macht eine entsprechende Auswahl an effektiven Bekämpfungsmethoden notwendig.

Wie Schädlinge erkennbar sind

Manchmal können nur Experten ran

Manchmal können nur Experten ran

Manche Arten lassen sich erst spät entdecken, wenn gewisse nicht sichtbare Schäden längst aufgetreten sind. Liegt ein Verdacht vor, beispielsweise durch Fressgeräusche aus Decken und Wänden, sollten Sie diese möglichst früh abklären lassen, damit eine rechtzeitige Schädlingsbekämpfung und eine Minimierung der Schäden erzielt werden können. Neben vielen Audioquellen im Internet kann die Konsultation eines Fachmanns Gewissheit bringen. Typische über Fressgeräusche erkennbare Schädlinge sind unter anderem der Gemeine Nagekäfer, der Hausbock oder Termiten. Ein weiteres Merkmal zur Erkennung typischer holzfressender Arten sind der Staubauswurf und Fraßlöcher.

Bei anderen Arten kann es vorkommen, dass zu Beginn eines Befalls ebenfalls fast keine Schäden sichtbar sind oder schlicht übersehen werden und von einem zum anderen Tag ein massiver Befall auftritt. Dies ist beispielsweise für Ratten oder Mäuse typisch, die innerhalb eines kurzen Zeitraumes die Vorräte eines gesamten Kellers zerstören können. Eine regelmäßige Kontrolle der Vorräte auf Bissspuren kann Ihnen die Möglichkeit geben, die restlichen Vorräte bei einem möglichen Befall rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Tauben

Tauben sind vor allem bei Fenstern oder Balkonen ein Problem

Tauben sind vor allem bei Fenstern oder Balkonen ein Problem

Tauben gehören in Stadtgebieten zu den am häufigsten vorkommenden und sichtbaren Tieren. Sie werden auch als "Ratten der Lüfte" bezeichnet, was schon eine gewisse Vorahnung über deren Anzahl gibt. Durch Tauben entstehen vor allem Gebäudeschäden, da deren Kot ätzende Salpetersäure enthält. Der Kot mindert aufgrund seines Geruches außerdem die Lebensqualität der Stadtbewohner. Ein weiteres Risiko im Kontakt mit Tauben ist die Übertragung von Krankheiten (Myxovirose, Typhus) und Parasiten (Taubenzecke, Vogelmilbe). Haben sich die Tauben durch Fütterung und Stadtleben an den Menschen gewöhnt, finden sie sich schnell auf dem heimischen Großstadtbalkon wieder.

Im Gegensatz zu in der Wildnis lebenden Tauben gelten Stadttauben auch rechtlich als Schädlinge und dürfen offiziell bekämpft werden. Formal dürfen Sie Tauben sogar abschießen, wenn eine entsprechende schriftliche Genehmigung der Ordnungsbehörde vorliegt. Die Vergiftung von Tauben ist untersagt. Als Hausmittel zur Schädlingsbekämpfung können Sie probieren, Spikes an Ihrem Balkon anzubringen, Attrappen von Feinden aufzustellen oder eine Ultraschall-Abwehr zu installieren. Ob und wie erfolgreich diese sind, ist allerdings fraglich.

Küchenschaben

Küchenschaben können auch in der HItze auftreten

Küchenschaben können auch in der Hitze auftreten

Die gemeine Küchenschabe (auch als Kakerlake bekannt) ist ein typischer in Deutschland und auf der gesamten Welt auftretender Vorratsschädling. Schaben sind sehr widerstandsfähig und haben schon Atomtests überstanden. In Kombination mit ihrer geringen Größe und der Fähigkeit, sich durch engste Räume zu zwängen, sind die Schaben eine schwer zu bekämpfende und hartnäckige Schädlingsart. Aufgrund ihrer Anzahl und Verbreitung gelten sie als der bedeutsamste Schädling in Deutschland.

Schaben können Krankheiten wie Hepatitis B, Ruhr und Kinderlähmung übertragen und sind bekannte Verursacher von Allergien wie möglicherweise die Hausstauballergie. Neben den gesundheitlichen Aspekten sind Schaben für Schäden in elektronischen Geräten, in denen sie sich gerne verstecken, verantwortlich.

Als Bekämpfungsmethode empfiehlt sich das Aufstellen von mit Duftstoffen versetzten Klebefallen, die zur Bekämpfung der Tier und zur Ermittlung des Befalls dienen. Eine direkte Bekämpfung von Schaben ist mit fossilem Plankton möglich. Dieses ist frei erhältlich, giftfrei und lässt sich praktischerweise noch gegen andere Insekten wie Asseln, Silberfische oder Ameisen einsetzen. Weitere Bekämpfungsmethoden mit Insektensprays und Ködern sind möglich. Tritt keine Besserung des Befalls auf, empfiehlt sich die Kontaktierung eines Experten.

Mäuse und Ratten

Wer eine Katze hat, kann die Katze Mäuse fangen lassen

Wer eine Katze hat, kann die Katze Mäuse fangen lassen

Mäuse und Ratten können Krankheiten übertragen und Fraßschäden anrichten. Möbel und Elektronik können ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden (Mäuse). Dringen Tiere in die Schränke der Küche und in die Wohnräume ein, kann Ihr Wohlbefinden massiv sinken. Die Beseitigung des verursachten Drecks ist ebenfalls keine schöne Angelegenheit.

Generell empfiehlt es sich, das eigene Heim in einem hygienischen Zustand zu halten und mögliche Wandöffnungen zu verschließen. Kommt es trotzdem zu einem Befall durch Mäuse und Ratten, können Sie Schlagfallen (Mäuse und Ratten) oder Lebendfallen (Mäuse) aufstellen. Die Fallen müssen mit entsprechenden Ködern ausgestattet sein. Eine weitere Möglichkeit ist die Installation einer Ratten-Schutzklappe in Ihrer Toilette. Zeigen die Maßnahmen keine Wirkung, muss ein Fachmann für die professionelle Schädlingsbekämpfung kontaktiert werden.

Gemeiner Nagekäfer (Holzwurm)

Holzwürmer sind so klein, man sieht sie fast nicht

Holzwürmer sind so klein, man sieht sie fast nicht

Die Larven des Holzwurms fressen sich unter anderem durch das Holz von Böden, Verkleidungen und Möbeln. Zur Schädlingsbekämpfung können Sie das Holz in Ihrem Heim mit Schutzmitteln bestreichen. Sicherheitshalber sollten Sie auf jeden Fall einen Experten beauftragen, damit dieser den Grad des Befalls feststellen kann. So lassen sich die notwendigen Maßnahmen einleiten und mögliche massive Schäden verhindern.

Holzbock

Die große Schwierigkeit beim Holzbock ist die Feststellung und Lokalisierung des Befalls. Hier können Experten bei einem Verdacht helfen. Der Holzbock lässt sich auf verschiedene Weisen bekämpfen. Chemisch ist der Schädling durch ein Imprägnieren von Oberflächen oder durch eine Injektion des Holzes zu bekämpfen. Alternative Methoden sind eine Begasung, ein Heißluftverfahren (für kleinere Holzgegenstände) oder eine Überhitzung durch Mikrowellenstrahlen.

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