So wird Bambusparkett professionell verlegt

Der Bambus und die vielen Möglichkeiten

Bambus zählt zu den Riesengräsern und hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Von Bekleidung aus Bambusfasern bis hin zu hochwertigen und robusten Bodenbelägen findet dieses Riesengras seine Verwendung. Vor allem in den letzten Jahren wurde Bambus in seinen unterschiedlichen Verwendungsformen immer beliebter.

 Bambus zählt zu den nachwachsenden Rohstoffen. Weltweit gibt es ungefähr 600 verschiedene Bambussorten. Vor allem die Sorten aus den tropischen Klimaregionen können bis zu 120 cm pro Tag wachsen. Nur vier Jahre benötigt Bambus, bis er für die Herstellung für Parkettböden verwendet werden kann. Bambus ist durch die sanfte Forstwirtschaft ökologisch, sehr robust und wirkt immer zeitlos. Er passt sich jedem Einrichtungsstil perfekt an.

Luftfreuchtigkeit und Bambusparkett

Bambus kann nur in Innenräumen verlegt werden, deren Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist oder zu stark schwankt. Nicht geeignet ist Bambusparkett für Feuchträume und den Außenbereich.

Wie bei allen Böden muss der Untergrund auch beim Bambusparkett trocken, staubfrei und eben sein. Grundsätzlich wird Bambusparkett parallel zur längsten Wand im Raum verlegt. Die Nut muss zur Wand zeigen. Bambusparkett wird verklebt.

Die Verlegung

Bamboo

Wichtig ist, einen Abstand von 15 Millimetern zur Wand zu halten. Begonnen wird links an der Wand. Um einen präzisen Abstand zur Wand einzuhalten, werden Holzkeile zwischen Parkettplatten und Wand eingesetzt. Da der Kleber nur 45 Minuten verarbeitungsfähig ist, sollten nie zu große Flächen mit Kleber versehen werden. Optimal ist, eine so große Fläche mit Kleber vorzustreichen, wie in 30 Minuten verarbeitet werden kann. Die einzelnen Paneele werden unter Zuhilfenahme eines Holzhammers in die richtige Position gebracht. Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Kleber in die Parkettfeder oder Seitennut gerät.

 Folgende Punkte sind beim Verkleben von Bambusparkett zusätzlich zu beachten:

  • Der Kontakt zwischen Kleber und Holz muss vollflächig sein.
  • Die Parkettbretter werden reihenweise nacheinander verlegt.
  • Um ein Verschieben der einzelnen Parkettbretter zu verhindern, werden diese mit Klebeband untereinander fixiert. Erst wenn der Kleber vollständig ausgehärtet ist, darf das Klebeband entfernt werden. Dies ist nach 24 Stunden der Fall.
  • An den Türöffnungen angebrachte Schwellen schonen die Kanten des Bambusparketts. Gleichzeitig wird ein dekorativer Übergang zu anderen Bodenmaterialien geboten.
  • Nachdem der Kleber abgetrocknet ist, werden die Klebebänder entfernt und die Wand- oder Fußleisten können montiert werden.

 

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