Systematisch und organisiert: Tipps zum effizienten Aufräumen

Im Schrank findet sich nichts mehr, die Schubladen sind voll und in der Wohnung stapeln sich zahlreiche Dinge. Es wird Zeit, für eine Aufräumaktion. Wenn Sie Ihre eigenen vier Wände aufräumen und Ordnung in das Chaos bringen möchten, sollten Sie das mit System erledigen. Statt wahllos Dinge von einem Zimmer in das andere zu räumen, lohnt es sich, vorher einen "Aufräumplan" zu machen und diesen systematisch zu befolgen. So wird die Aufräumaktion erfolgreich, Sie setzen sich nicht unnötig unter Stress und können entspannt die neu hergestellte Ordnung genießen und bewahren.

Systematisch und kontinuierlich aufräumen

Bevor Sie mit aufräumen beginnen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen. Zuerst ist ein Plan anzufertigen, auf dem Sie genau die Reihenfolge des Aufräumens festlegen. Zudem ist es wichtig, dass Sie sich genug Zeit einräumen, denn so geraten Sie nicht unter Stress, der dazu führt, dass Sie das aufräumen einfach sein lassen. Am besten unterteilen Sie die Wohnung in einzelne Zimmer. Jedes Zimmer sollte zudem nach Kategorien geordnet werden. Statt nur dem Oberbegriff "Wohnzimmer" sollten Unterbegriffe auftauchen wie "Regale", "Zeitungsständer", "Schränke" etc. Räumen Sie jedem Bereich ausreichend Zeit ein, so können Sie in Ruhe arbeiten beim aufräumen.Am Ende jeder Aktion machen Sie einen Haken an den jeweiligen Punkt. Das macht stolz und motiviert zudem, weiterzumachen. Wer alles auf einmal erledigen will, gerät gerne unter Druck und steht am Ende vor einem Chaos. Sie sollten immer ein komplettes Zimmer aufräumen. Das Räumen von einem Zimmer in das andere sorgt lediglich für weitere Unordnung. Zudem ist es ratsam, zunächst die grobe Unordnung in einem Raum zu beseitigen. Leere Flaschen, alte Zeitungen und Krimskrams, der rumsteht und Platz wegnimmt, sollte zuerst weggeräumt werden. Bevor Sie mit dem aufräumen beginnen, ist es angebracht, für eine ausreichende Menge an Mülltüten zu sorgen. Ist eine Mülltüte voll, sollte diese sofort entsorgt werden. Das schafft Platz und verstellt nicht den Weg, wenn Sie später den Raum reinigen möchten.

Weniger ist mehr: Das "Vier-Kasten-Prinzip"

Textile boxes on floor in roomOft stapeln sich tausend Sachen und Sie möchten sich nur ungerne von etwas trennen. Hier hilft ein alter Trick, der immer wieder schnell für Ordnung sorgt: Stellen Sie sich vier Kisten bereit. Jede dieser Kisten ist für eine Verwendung vorgesehen. Am besten werden die Kisten beschriftet und haben unterschiedliche Farben. Stellen Sie jeweils eine Kiste für Dinge bereit, von denen Sie sich nicht trennen möchten. Die nächste Kiste sollte für Dinge bereit stehen, bei denen Sie noch unentschlossen sind. Jeweils eine Kiste sollte Dinge beinhalten, die Sie gerne weiterverschenken oder verkaufen möchten. Die letzte Kiste ist für alle Dinge da, die Sie entsorgen möchten.Die Kiste mit der Aufschrift "Entsorgen" sollte sofort geleert werden, wenn sie voll ist. So vermeiden Sie, dass Sie Dinge später doch wieder aufheben, die Sie nicht mehr benötigen. Betrachten Sie die Dinge rational und stellen Sie sich bei aufkommenden Zweifeln stets die Frage, wann Sie das Teil zum letzten Mal benutzt haben. Ist dies länger als ein Jahr her, dann können Sie getrost darauf verzichten. Sind Sachen noch brauchbar, dann können Sie verschenkt, verkauft oder entsorgt werden. Diese vier Kisten bilden die Basis des Aufräumens und bringen Licht in das Chaos. Deshalb sollten Sie in jedem Falle ausreichend groß sein. Es ist erstaunlich, wie schnell das Chaos beseitigt ist, wenn Sie sich an dieses Prinzip halten. Sie sollten sich auf jeden Fall nicht zu viel vornehmen. Wenn Sie jeden Tag ein realistisches Ziel anvisieren, dann verlieren Sie nicht den Überblick und schaffen trotzdem schnell Ordnung.

Unterstützung beim aufräumen

Ist das grobe Chaos beseitigt, gelangen Sie zur Feinarbeit. Schränke ausmisten und Regale leeren stehen auf dem Programm. Hier ist es hilfreich, wenn Sie eine Freundin oder einen Freund um Unterstützung beim aufräumen zu bitten. So können Sie das aufräumen des Kleiderschrankes mit einer Modenschau verbinden und sich objektiven Rat einholen. Probieren Sie die Sachen an! Sie werden schnell feststellen, dass zahlreiche Outfits dabei sind, die Sie lange nicht getragen haben. Haben Sie unterschiedliche Verwendungszwecke für die Kleidung, so lohnt es sich, die Schränke im Inneren zu beschriften. Tragen Sie unterschiedliche Kleidungsstücke für Ihr Hobby, den Job oder die Freizeit, so unterteilen Sie die Schränke nach dem jeweiligen Einsatzgebiet. Das sorgt für Übersicht und verhindert weitere Unordnung, die nach dem aufräumen schnell wieder entstehen kann. Wer sich Unterstützung holt, kann sich leichter entscheiden, Dinge zu entsorgen. Zudem ist eine kleine Modenschau eine Pause wert und macht neben der Arbeit auch noch Spaß.

Stauraum schaffen und nutzen

Modernes BroregalHaben Sie viel Stauraum, den Sie ausnutzen oder sind Schränke und Regale eher eine Rumpelkammer? Hier lohnt es sich, die Schubladen in einzelne Fächer zu unterteilen, um den Stauraum auch optimal zu nutzen. Es lohnt sich auch, die einzelnen Fächer zu beschriften. Offene Regale bleiben länger ordentlich, wenn Sie Kisten anlegen, die Sie beschriften. Wer keine Kisten kaufen möchte, kann alte Schuhkartons verwenden und diese mit Geschenkpapier bekleben. So sieht die Ordnung auch optisch ansprechend aus. Dinge, die Sie unnötig lagern, werden so schnell entdeckt und können entsorgt werden. Bei unordentlichen Schreibtischen verliert jeder schnell die Lust am Arbeiten. Auch hier sollten Ordner und Kisten angelegt werden. Wichtiges ist abzuheften und unwichtige Dinge können in den Papiercontainer wandern.

Nach dem aufräumen: Vernichten, Verschenken, Verkaufen

Wenn Sie mit dem aufräumen fertig sind, dann werden Sie feststellen, dass einige Dinge, die Sie nicht mehr benötigen, doch noch ihren Wert haben. Die Kiste mit der Aufschrift "Verkaufen-Verschenken" ist die Belohnung des Aufräumens. Fragen Sie zunächst in Ihrem Freundeskreis oder in der Familie nach, ob hier vielleicht das eine oder andere Stück Verwendung finden kann. Alle anderen Dinge können auf unterschiedlichem Wege verkauft werden. Flohmärkte sind sehr beliebt, wenn gebrauchte Dinge ihren Besitzer ändern sollen. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Termine und planen Sie einen Flohmarkttag ein. Weiter bietet das Internet zahlreiche Verkaufsplattformen, auf denen Sie gebrauchte Dinge zu Geld machen können. Auch eine Tauschaktion zwischen Freunden ist eine gute Möglichkeit, alte Dinge loszuwerden, die noch bei einem anderen ihren Dienst erweisen können. Um Elektroschrott oder sperrige Gegenstände loszuwerden, können Sie den Sperrmülldienst bestellen. Für Möbel, die noch brauchbar sind, gibt es gemeinnützige Institutionen, die die gebrauchten Möbel kostenlos abholen und Bedürftigen zukommen lassen.
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