Wie reinige ich meinen Gartenpool selber?

Wie reinige ich meinen Gartenpool selber?

Es gibt wohl im Sommer und erst recht bei strahlendem Sonnenschein für Gartenbesitzer kaum eine schönere Freizeitbeschäftigung, als sich im eigenen Pool ein erfrischendes Bad zu gönnen. Gerade in den letzten Jahren scheint dieser Trend ungebrochen, die kleinen Privatbäder sehen wir inzwischen vielerorts und in allen erdenklichen Varianten und Preislagen. Wenn Sie sich ebenfalls mit dem Gedanken tragen, demnächst mit diesem Freiluftbadespaß starten zu wollen, sollten Sie berücksichtigen, dass dann auch in puncto Poolpflege Allehand auf Sie zukommen wird. Die Höhe des Arbeitsaufwandes ist im Wesentlichen von der Bauart und natürlich der Größe ihres Pools abhängig. Unterscheiden lassen sich diese Arbeiten, die Sie übrigens allesamt bequem selbst ausführen können, in rein prophylaktische Maßnahmen und bestimmte Tätigkeiten, die vor und nach der Gartensaison in Angriff genommen werden sollten.

Die richtige Poolpflege beginnt beim Wasser

filtration pompe de piscine
Auch beim Schwimmbecken im Garten gilt, dass Vorbeugen besser als Heilen ist und von daher sollten Sie der Wasserpflege von Anfang an eine besonders hohe Bedeutung beimessen. Wer es als Poolbesitzer bisher versäumt hat, sollte zunächst den pH-Wert des eingeleiteten Wassers ermitteln. Im günstigsten Fall liegt dieser bei 7,2. Während die so ermittelte Wasserhärte beim gelegentlich benutzten Planschbecken eher vernachlässigt werden kann, wäre sie bei den größeren Quick-up-Pools schon von besonderer Wichtigkeit. Für Pools mit gemauerter bzw. metallbewährter Außenwand oder den wesentlich teureren Styropor-Pools hat ein konstant in der Norm gehaltener pH-Wert einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Lebensdauer der Anlage. Darüber hinaus begünstigen größere Abweichungen eine übermäßige Bakterien- und Algenbildung. Mit der optimalen Poolpflege verhindern Sie die Braunfärbung bzw. das später einsetzende Umkippen des Beckenwassers, wie sie es vielleicht bei Naturgewässern, hauptsächlich in heißen Sommern bereits beobachtet haben. Der pH-Wert lässt sich mit handelsüblichen Quicktest-Streifen messen, etwas komfortabler geht es mit einem Swimmingpool-Wasserthermometer, das den Chlorgehalt analysiert oder einem elektronisch arbeitenden Messgerät. Anhand des Wertes, den Sie im Rahmen Ihrer Poolpflege ermittelt haben, kann dieser anschießend mit einem pH-Wert-Stabilisator ausgeglichen werden, sodass er sich im Bereich zwischen 7,0 und 7,4 einpegelt. Die erforderlichen Chemikalien erhalten Sie in Pulverform (vorzugsweise für kleine Becken), als Granulat oder als konzentrierte Flüssigkeit in unterschiedlichen Verpackungsgrößen. Liegt Ihr Messwert unterhalb oder über den genannten Toleranzen, besteht die dringende Gefahr, dass Sie es beim Genießen Ihres wohlverdienten Bades über kurz oder lang mit Augenreizungen und Hautirritationen zu tun bekommen. Allergiker und Kinder sind von den Folgen meist besonders stark betroffen, sodass Sie diesem Bereich der Poolpflege Ihre besondere Aufmerksamkeit, zu mindestens einmal wöchentlich, schenken sollten.

Schon wenig Chemie genügt für ein sauberes Becken

Während sich ein natürliches Gewässer mit eigenen Mitteln rein biologisch regeneriert, bleibt beim Swimmingpool oft nur die Alternative, die Wasserreinigung mit Chemikalien in den Griff zu bekommen. Die beiden größten Feinde für Ihren ungetrübten Badespaß sind Algen und Moos. Selbst durch die ehrgeizigsten Maßnahmen, Ihr Schwimmbecken gegen diesen natürlichen Befall keimfrei zu halten, werden Sie nicht umhinkommen, bei der Poolpflege auch chemische Mittel einzusetzen. Sie werden allerdings um so weniger von ihnen benötigen, wenn Sie dem Wachstum dieser organischen Beläge rechtzeitig entgegenwirken. Moderne Algen- und Moosvernichter enthalten zwar heute bereits einen Großteil an Wirkstoffen, die auf natürliche Weise gewonnen werden, allerdings sind auch viele dieser unerwünschten pflanzlichen Kulturen resistenter geworden. Es erfordert schon eine gehörige Portion Erfahrung, diese Mittel maßvoll, aber wiederum auch mit der gewünschten Wirkung im Rahmen der Poolpflege einzusetzen. Im Idealfall lassen sich diese Chemikalien kombiniert mit anderen Wasserpflegeprodukten verwenden. Sie sollten allerdings beim Kauf darauf achten, dass Mittel möglichst brom- und chlorfrei sind, keine giftigen Stoffe enthalten und auch keinen Schaum bilden. Die meisten dieser Produkte sind hochwirksame Konzentrate, die bereits in einer geringen Dosierung den erwünschten Erfolg bringen. Auch hier gilt "viel hilft nicht viel" und Sie können mit Sicherheit darauf vertrauen, dass Sie nicht mehr als die Menge lt. der beiliegenden Gebrauchsanweisung des Herstellers verwenden müssen.

Pumpen und Filter leisten Schwerstarbeit für reines Wasser

Contrôle du système de filtration d'une piscine
Je nachdem, wie groß die Wassermenge Ihres Pools ist, verfügen Sie mit Sicherheit über eine entsprechend dimensionierte Filterpumpe, die den Part der Wasserreinigung und dessen periodischen Umwälzung übernimmt. Bei dieser physikalischen Reinigung kleiner Becken kommen meist Kartuschenfilter zum Einsatz, bei größeren sind Sandfilteranlagen optimal. Diese sind zwar teurer, brauchen darüber hinaus auch noch Strom und regelmäßig neuen Quarzsand, arbeiten dafür aber effizienter und verkraften viel größere Wassermengen. Bei der Poolpflege sollten sie allerdings keinesfalls vernachlässigt werden. Es erfordert kein großes handwerkliches Geschick, um sie total zu zerlegen, um alle darin enthaltenen Fremdstoffe restlos zu entfernen. Dieser relativ kleinen Mühe sollten Sie sich im Interesse einer hohen Wasserqualität nicht entziehen und auch die austauschbaren Filter regelmäßig prüfen und gegeben Falls erneuern. Die gleiche Sorgfalt ist bei den Oberflächen-Skimmern erforderlich, die für die chemische Aufklärung Ihres Poolwassers zuständig sind. Je nach Wasserqualität und Grad der Verunreinigung müssen die beweglichen Teile dieser Filteranlage im Rahmen der regelmäßigen Poolpflege frei von jeglichen Fremdkörpern gehalten werden. Die Siebe, eventuell vorhandene Düsen aber auch Dichtungen sollten ebenfalls in kürzeren Intervallen gewartet und Filter entsprechend den Herstellervorschriften gewechselt werden.

Nach der Saison ist vor der Saison - auch bei Ihrem Pool

Alle mobilen Pools müssen spätestens bei Außentemperaturen um die 7 Grad Celsius winterfest machen und nach den vom Hersteller vorgeschrieben Modalitäten einlagern. Bei dieser Gelegenheit können die erforderlichen Reinigungsarbeiten erledigt werden, eventuell muss auch ein kleines Loch oder ein Riss repariert werden. Bei größeren, fest eingebauten Anlagen, sollte Sie die Wassermenge um ungefähr ein Drittel, aber wenigstens bis unterhalb der Einlaufdüsen senken. Das mindert den Druck auf die Außenwände und ganz besonders dann, wenn das Wasser später gefriert. Jetzt wäre auch ein sehr günstiger Zeitpunkt für eine abschließende und besonders gründliche Poolpflege, bei der die Filter und Pumpen dann auch sorgfältig in ihr Winterquartier eingelagert werden können. Abschließend wäre zu empfehlen, die gesamte Poolfläche mindestens mit einer Abdeckplane oder mit Hilfe von im Handel erhältlichen Rollabdeckungen bzw. vormontierten Hauben vor groben Schmutz oder Laub zu schützen. Als sehr effektive Schutzmaßnahme haben sich auch aufrollbare Solarplanen, die mit ihrer Wärmefolie einem Einfrieren des Wassers entgegenwirken können, bewährt. Je gründlicher Sie diese Pflege- und Wartungsarbeiten an Ihrem Pool durchführen, umso erfrischender starten Sie in den nächsten Sommer.

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