Worauf muss man bei der Badrenovierung achten?

Der Entschluss steht fest. Du willst ein neues Bad. Jetzt nichts übereilen, denn ein Bad wird im Durchschnitt alle 20 Jahre mal saniert. Das soll dann auch nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen geschehen. Fehlentscheidungen sind später nur schwer zu korrigieren. Auch der gewiefteste Heimwerker sollte an die Hinzuziehung von einigen Fachleuten denken. Der Rat sollte so früh wie möglich in die Planung einfließen. Bei dem Vorhaben das Bad zu sanieren, ist Planung alles.

 
 

Nichts muss so bleiben wie es ist

Sicherlich ist es eine Überlegung wert, welche der vorhandenen Dinge man eventuell belassen und weiter verwenden kann. Ob ­dies Sinn macht, ist eine andere Frage. Wenn die geblümten Wandfliesen aus den 1970er Jahren einen Erinnerungswert haben, vielleicht. Nichts muss an seinem alten Platz bleiben. Moderne Sanitäreinrichtungen mit neuen Boden- und Wandfliesen, eine völlig neue Deckengestaltung mit einer stimmungsvollen Beleuchtung schwebt Dir vor? Alles ist möglich. Selbst die elektrischen und sanitären Anschlüsse lassen sich neu einplanen und auch verlegen. Jetzt ist es an der Zeit, dass Du die Zukunft mit einbeziehst. Vielleicht sollte jetzt das neue Bad bereits barrierefrei erstellt werden. Vielleicht sind die Kinder bereits aus dem Haus und das neue Bad kann mit einem freien Nebenraum zu einer schönen großen Wellness-Oase verbunden werden. Großartige Umsetzungen von Ideen findest Du in Badausstellungen.

 

Teilweise oder alles heraus

Wandfliesen kleben

Als Erstes muss alles raus, bis nur noch der leere Raum übrig geblieben ist. Das ist mit sehr viel Lärm und Dreck verbunden. Hier kannst Du Geld sparen in dem Du die Fliesen selber abklopfst und Wanne und Dusche selber abbaust. Dazu solltest Du Dir rechtzeitig einen Container für den Bauschutt vor die Tür stellen lassen. Die Wände sind noch von den Fliesenkleberresten zu befreien, der Estrich muss ausgebessert oder gleich neu verlegt werden. Danach hast Du schon den Kräfte kostenden Teil der Badsanierung geschafft. Für die nächsten Schritte sollte vielleicht ein professionaler Handwerker an die Arbeit gehen.

 

Mit der Hilfe von Profis

Das WC und ein Bidet kannst Du in eine Vorwand einbauen lassen (auf Bauunternehmen24 kannst Du ein Bauunternehmen finden, und Dein individuellen Innenausbau Angebot kostenlos anfordern). Das Zauberwort bei der Badsanierung heißt Vorwandinstallation. Diese Ausbauform wird gerne genutzt, um Wasserzuleitungen und Abwasserrohre auf der Wand zu montieren und dann verschwinden zu lassen. Du sparst dabei Geld und Zeit, es fällt kein Mörtel an und Putz muss nicht trocknen. Bei einer solchen Montage werden WC, Bidet und Waschbecken in eigens dafür eingerichteten Elementen befestigt. Sehr schön sieht das beim WC aus, dort kann der Spülkasten komplett in der Wand verschwinden, sodass nur noch die Drückerplatte zu sehen ist.

 

Der Stil eines modernen Bades

Der zeitgemäße und moderne Einrichtungsstil passt besonders gut zu einem kleinen Bad. Den Fokus im Badezimmer solltest Du auf schlichte Armaturen mit eleganten aber praktischen Möbeln lenken. Die machen das Bad größer und alles wirkt aufgeräumter. Ein modernes Bad hat Oberflächen, die in einer Hochglanzoptik erstrahlen mit einem geometrischen Design. Eine Dusche, die mit dem Boden abschließt, eine kubische Wanne und Armaturen mit einer Temperaturregelung sind die zeitgemäße Basis für Dein stilistisch modernes Bad. Fliesen gibt es für den Boden und die Wände in solch einer reichhaltigen Auswahl, dass es kein Problem sein wird, hierzu eine optisch gute Lösung zu finden. Kühle, gedeckte Farbtöne bestechen das Bad. Mit einzelnen Möbelstücken und Accessoires lockerst setzt Du Akzente, mit farbenfrohen Handtüchern lockerst Du es auf und bringst Leichtigkeit ins Bad. Einen gewissen Chic bringst Du mit Glas, Chrom, Metall und Holz in Dein neu saniertes Bad.

Dusche, Badewanne oder beides

pinke Badewanne

Für den einen reicht eine komfortable Dusche und ein anderer möchte gerne eine frei stehende Badewanne als Blickfang in einem großzügigen Badezimmer. Moderne Duschen sind ebenerdig montiert und bieten Dir einen großen Wellnessfaktor. Bei einem richtig großen Bad sind beide Möglichkeiten eine gute Idee. Außer einer frei im Raum stehenden Badewanne gibt es weitere die in die Ecke gebaut werden. Andere haben außergewöhnliche Formen als Recht-, Sechseck- oder Achteckwanne. Auch eine ovale Wanne ist ein Blickfang. Gefertigt werden Wannen heute aus Stahl mit Emaille, Sanitäracryl oder sogar aus Mineralwerkstoffen.

Strom im Badezimmer gehört in Hände eines ­Fachmanns

Strom und Wasser sind zwei Dinge die sich nicht gut vertragen. Bei der Elektroinstallation im Bad muss mit größter Sorgfalt gearbeitet werden. Damit es später zu einer stimmungsvollen Beleuchtung im Bad aber nicht zu Unfällen kommt. Hier solltest Du unbedingt einen Mann vom Fach an die Arbeit lassen. Das gilt nicht nur für den Spiegel mit einer wunderschön integrierten Beleuchtung, sondern besonders für Steckdosen und Beleuchtung in den anderen Teilen des Bades. In einem Bereich von 60 Zentimetern rund um Wanne und Dusche muss die Schutzart IP X4 entsprechen. Wenn Du Dir im Bad einen Whirlpool leistest, muss die Schutzart sogar IP X7 entsprechen, dass bedeutet, wasserdicht sein.

 

Behaglichkeit und Sicherheit

Um das neue Badezimmer wirklich komfortabel auszustatten, kannst Du für warme Füße eine Fußbodenheizung und für ein gutes Wohlbefinden einen schicken Badheizkörper mit dem entsprechenden Handtuchhalter für ein warmes Badetuch einplanen und einbauen. Die Fußbodenheizung verschwindet schnell und einfach zwischen Estrich und Bodenfliesen. Wenn Du selber die neuen Fliesen verlegen kannst, um so besser, ansonsten solltest Du es lieber von einem Handwerker erledigen lassen, der sein Fach versteht. Bei der Auswahl solltest Du schon darauf achten, dass diese vielleicht wieder die nächsten zwei Jahrzehnte überstehen sollen. Gedeckte Farben für die Wandfliesen sind eine gute Wahl. Bei den Bodenfliesen sind rutschhemmende Fliesen von Vorteil, besonders dann, wenn die Dusche bodengleich eingebaut wurde. Rutschhemmend wirken auch kleine Fliesen oder sogar ein Mosaik durch den großen Fugenanteil.

Nun kann das Vergnügen im neuen Bad nach der Sanierung beginnen.

 

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