Die Zen-Philosophie als Einrichtungsstil

Zen kommt aus dem Mahayana-Buddhismus. Eine große Rolle spielt die Meditation. Bereits im 12. Jahrhundert gelangte diese Philosophie durch Mönche aus Südostasien nach Japan. Dort entwickelte sich auch das charakteristische Zen, wie es heute bekannt ist. Kulturelle Einflüsse aus Korea und Vietnam ergänzten die buddhistische Lehre nach Zen.

Zen soll den Meditierenden zum entspannten Erleben von Stille und Leere führen. Um dies zu erreichen, ist die Wirkung des Umfelds auf Körper und Geist von größter Bedeutung. Soll das Wohnumfeld nach Zen gestaltet werden, ist es von großer Bedeutung, auf klare Linien zu achten und sich nur mit dem Wesentlichen zu umgeben. Überflüssiges wird aus dem Wohnbereich entfernt. Dadurch entsteht ein bestimmtes Maß an Ruhe und Ordnung. Diese Atmosphäre wird über die Augen als visuelle Ordnung wahrgenommen.

Der Grundgedanke der Wohnlehre nach Zen liegt im Ausschließen von Stress auslösenden Reizen und Eindrücken, die uns außerhalb des Wohnbereichs den ganzen Tag umgeben. Durch diesen Ausschluss erhält die Psyche die Möglichkeit, sich in einer geordneten und harmonischen Umgebung zu erholen.

Die wichtigsten Regeln der Zen-Wohnlehre

Der Grundsatz der Zen-Wohnlehre ist der Minimalismus. Nur wenige und die notwendigsten Möbel werden im Raum in einer Ruhe ausstrahlenden Anordnung aufgestellt. Symmetrie ist eine wichtige Regel dieser Wohnlehre. Vorwiegend werden organische Formen verwendet. Dies bedeutet, dass vorwiegend runde Formen zum Einsatz kommen. Dies gilt für Tische genauso wie für Stühle oder abgerundete Kanten von Möbelstücken.

Wichtig ist, dass die Möbelstücke in ihrem Inneren ausreichend Stauraum bieten, in dem alle Dinge des täglichen Gebrauchs Platz finden. Außerhalb von Schränken und Kommoden werden nur vereinzelt Dekorationsgegenstände aufgestellt, um die klare Linie der Einrichtung nicht zu unterbrechen, sondern zu unterstreichen. Dadurch wird dem Auge eine Ruhe-Oase angeboten, die für eine visuelle Auszeit für die Psyche sorgt.

Ist es nötig, einen Arbeitsplatz mit Computer und Schreibtisch im gleichen Raum zu installieren, sollte dieser Bereich optisch abgetrennt sein. Das gleiche gilt auch für TV-Geräte, die am besten hinter Schiebetüren positioniert und nur bei Bedarf sichtbar werden.

Um den Raum trotzdem lebendig erscheinen zu lassen und ihm eine warme Atmosphäre zu verleihen, werden farbliche Akzente gesetzt. Dies sollte unbedingt sparsam und sehr gezielt erfolgen. Farbakzente können mit sparsamer Dekoration wie farbigen großen Schalen in runder Form und grünen Pflanzen gesetzt werden. Teilflächen einer Wand bieten sich für diesen Zweck ebenfalls an.

Beim Einrichten nach der Zen-Wohnlehre ist unbedingt darauf zu achten, dass nur jene Möbelstücke Raum finden, die tatsächlich benötigt werden. Runde Formen und eine Dekoration mit Pflanzen unterstützen die ruhige Wirkung des Raumes.

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